LeistungenBildgebende Verfahren

Bildgebende Verfahren

Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung Ihres Tieres ist eine exakte Diagnose. Dass heißt, zunächst muss genau festgestellt werden, was Ihrem Tier eigentlich fehlt, wie groß der Schaden ist und welche Form er hat. Für diesen Zweck verfügt unsere Klinik über modernste Untersuchungstechniken wie digitales Röntgen, Computertomographie, Endoskopie und Ultraschall.

Die exakte Diagnose mittels moderner Technik hilft, dass Ihrem Tier schnell, gezielt und erfolgreich geholfen werden kann. Der Einsatz von digitalem Röntgen, Computertomographie, Endoskopie und Ultraschall ist daher unter dem Strich meist preiswerter als ein langes, frustranes Suchen und Probieren, bei dem das Leiden Ihres Tieres mit unwirksamen Behandlungen unnötig in die Länge gezogen wird.

Gern flankieren und ergänzen wir mit unserer modernen Technik die Arbeit Ihres Haustierarztes. So ist es möglich, dass Sie von Ihrem Haustierarzt an uns überwiesen werden, damit gezielt einzelne Untersuchungen durch unsere Klinik vorgenommen werden. Ihr Haustierarzt erhält dann von uns die Ergebnisse der Untersuchungen mit einer entsprechenden Interpretation und Empfehlung.

Zusätzlich steht uns ein Röntgengerät zum digitalen Zahnröntgen zur Verfügung.

Digitales Röntgen

Digitales Röntgen ist nicht gleich digitales Röntgen. Denn nur bestimmte Techniken erfolgen nach dem Dicom-Standard, was bedeutet, dass die Röntgenaufnahmen dokumentenecht sind. Sie können also nicht nachträglich verändert werden und sind damit juristisch anerkannt. Diesen Standard bietet Ihnen unsere Klinik.

Der Vorteil für Ihr Tier ist, dass die Strahlenbelastung beim digitalen Röntgen geringer ist. So lassen sich z. B. digitale Röntgenbilder so optimieren, dass Gewebe verschiedener Strukturen wie Weichteile und Knochen mit einer einzigen Aufnahme sichtbar gemacht werden können. Ein weiterer Vorteil ist, dass keine Entwicklungszeit benötigt wird. Die Bilder können also sofort von dem behandelnden Tierarzt im Computer bewertet werden. Sollte aufgrund des Befundes eine weitere Aufnahme erforderlich sein, so kann diese direkt angefertigt werden, der Patient muss später nicht erneut für das Röntgen vorbereitet werden.

Werden Sie für Röntgenaufnahmen von Ihrem Haustierarzt an uns überwiesen, so bietet das digitale Röntgen optimale Voraussetzungen. Ihr Haustierarzt erhält die Röntgenbilder in Form digitaler Daten auf CD-Rom oder per E-Mail, gleichzeitig verbleiben die Daten in unserer Klinik. Fragen können so telefonisch geklärt, der Befund gemeinsam diskutiert werden.

Computertomographie

Der Computertomograph (kurz CT) kommt immer dann zum Einsatz, wenn andere Untersuchungstechniken wie Röntgen oder Ultraschall an ihre Grenzen stoßen. Denn mit dem CT lassen sich Körperregionen eines Tieres sichtbar machen, die mit anderen Techniken nur sehr schwer oder gar nicht beurteilt werden können, z.B. Gehirn, Bandscheiben oder Rückenmarkskanal.

Der CT erlaubt ein sehr feines und exaktes Arbeiten, da Organe und Gelenke in verschiedenen Ebenen und in 3-D-Animation dargestellt werden können. Kombiniert mit der Gabe von Kontrastmitteln können sämtliche Gewebe im Körper dargestellt werden, wobei zwischen intaktem und verändertem Gewebe unterschieden werden kann. Vielen unserer Patienten konnte nur geholfen werden, weil der CT ans Tageslicht gebracht hat, wo die Wurzel des Übels lag.

Wird Ihr Tier für Aufnahmen im Computertomograph von Ihrem Haustierarzt an uns überwiesen, so erhält dieser die Ergebnisse der Untersuchung in Form digitaler Daten auf CD-Rom oder per E-Mail. Gleichzeitig verbleiben die Daten Ihres Tieres in unserer Klinik, so dass Fragen telefonisch geklärt, der Befund gemeinsam diskutiert werden kann.

Ultraschall

Der Ultraschall ist eine schmerzfreie und nebenwirkungsfreie Untersuchungsmethode, mit der innere Organe wie Herz, Leber oder Nieren hervorragend untersucht werden können und die Durchblutung aller Gewebestrukturen erkennbar wird. Die Ursachen eventueller Erkrankungen können so sehr genau festgestellt werden, was eine gezielte und erfolgreiche Behandlung ermöglicht. So lassen sich z. B. bei einer Ultraschalluntersuchung des Herzens die Funktion des Herzmuskels genau überprüfen und die Herzklappen exakt ausmessen.

In unserer Klinik wird der Ultraschall nicht nur zur Untersuchung, sondern auch in der Behandlung eingesetzt. So zum Beispiel, wenn wir unter Ultraschallkontrolle Gewebeproben aus Tumoren, Leber oder Nieren entnehmen. In unserer Klinik stehen vier Geräte zur Verfügung: So lassen sich insbesondere in der Herzdiagnostik Erkrankungen der Klappen sowie der Muskulatur schon in sehr frühen Stadien sicher erkennen.

Übrigens: Unser Ultraschall verfügt sowohl über einen kontinuierlichen als auch über einen gepulsten Doppler sowie Farb- und Gewebedoppler.

Endoskopie

Bei der Endoskopie wird eine kleine Kamera in die Lunge, den Magen, den Darm, das Ohr, die Harnblase oder in Gelenke eingeführt. Auf einem angeschlossenen Monitor wird die Aufnahme aus dem Inneren des Körpers sichtbar. Dies ermöglicht eine sehr genaue Bewertung der jeweiligen Organe und Gelenke.

Gleichzeitig können mit dem Endoskop auch Gewebeproben aus den jeweiligen Regionen entnommen werden, z.B. aus Tumoren, dem Darm, der Lunge, Niere oder Leber.

Auch Fremdkörper, die sich in Speiseröhre, Magen oder Lunge „verirrt“ haben, wie z.B. Bälle, Stöckchen, Knochenteile oder Pflanzenpartikel, können vielfach mit dem Endoskop entfernt werden. Dem Patienten bleibt damit eine aufwändige Operation in tiefer Narkose erspart.

Sogar die Kastration der Hündin wird bei uns – wenn der Besitzer es wünscht – mit dem Endoskop vorgenommen. Man nennt diese Operationsmethode minimalinvasiv, da kein großer Bauchschnitt gemacht werden muss.

Auch Knochenabsplitterungen im Gelenk können mit dem Endoskop begutachtet und bei Bedarf entfernt werden. Eine aufwändige Operation, bei der das Gelenk eröffnet werden muss, lässt sich so vermeiden.

Ferner nutzen wir die Endoskopie bei der Behandlung der Inkontinenz, sprich des Harnträufelns. Denn mit dem Endoskop ist es möglich, Kollagen in die Harnröhre eines Tieres einzubringen, so dass der Patient nicht mehr unkontrolliert Wasser lassen kann.

Auch Brustkorboperationen wie zum Biespiel die Eröffnung des Herzbeutels bei der Herztemponade können können minimalinvasiv durchgeführt werden.